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Digitaler Wandel muss gerecht sein!

In AK Info, Aktivitäten, Allgemein, ÖGB Info, BR-Info, GPA Info, Info, LinkEmpfehlung, Rechtliches, ver.di, vida on Donnerstag, 30. März 2017 at 9:17

Mitbestimmung in den Unternehmen muss weiterentwickelt und festgeschrieben werden.

Industrie 4.0, Big Data, künstliche Intelligenz – alles Schlagworte, die die Arbeitswelt in Zukunft wesentlich bestimmen werden. „Damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dabei nicht auf der Strecke bleiben, muss auch die Mitbestimmung in den Unternehmen weiterentwickelt und festgeschrieben werden“, sagte AK-Präsident Rudi Kaske anlässlich der Fachkonferenz „Die Zukunft der Arbeit – Bestimmt mit uns! Strategien und Optionen für die betriebliche Mitbestimmung 4.0“.

Smartphones, intelligente Haushaltsgeräte, Twitter, Skype, WhatsApp, automatisierte Produktionsanlagen – der Mensch ist sowohl privat als auch beruflich immer mehr und öfter mit dem digitalen Wandel konfrontiert. In der Freizeit kann jede und jeder selbst bestimmen, ob und in welchem Ausmaß die neuen Techniken genutzt werden. In der Arbeitswelt hingegen gehören die stetigen technischen Entwicklungen zum Alltag – und damit auch die von Arbeitgeberseite in diesem Zusammenhang geforderte Flexibilität. „Diese Veränderungsprozesse werden intensiver und treten auch häufiger auf. Umso wichtiger ist es, das Mitbestimmungsrecht zu modernisieren“, sagt der AK-Präsident und verweist auf einen aktuellen Beschluss des österreichweiten Arbeitnehmerparlaments.

Um den digitalen Wandel in der Arbeitswelt gerecht zu gestalten, sind sowohl Experten aus der Praxis als auch solche aus der Wissenschaft aufgefordert, zeitgerecht brauchbare Rahmenbedingungen zu schaffen. „Die Vertreterinnen und Vertreter der Belegschaft benötigen ordentliche Werkzeuge, um die Interessen wahren zu können“, erklärte Kaske. Dazu gehören etwa die Ausweitung des Geltungsbereiches des Arbeitsverfassungsgesetzes genauso wie verstärkte Mitbestimmung in Aufsichtsorganen und anderen Gremien oder die Stärkung der Handlungsressourcen für Belegschaftsvertreter. Vor diesem Hintergrund veranstalteten der ÖGB, die Gewerkschaften GPA-djp, PRO-GE, younion und vida mit der Arbeiterkammer Wien eine internationale Tagung, bei der neben Expertenreferaten auch in unterschiedlichen Workshops zu Themen wie „Zukunft der Arbeitsorganisation“, „Zukunft des Arbeitsrechts“, aber auch zur „Zukunft des betrieblichen Datenschutzes“ gearbeitet wurde. Außerdem wurde so ein Austausch zwischen Experten aus der betrieblichen Praxis und den Experten aus der Wissenschaft geschaffen. „Wir müssen jetzt klarstellen, dass Debatten über den digitalen Wandel und die Zukunft der Arbeit mit jenen geführt werden müssen, die auch von diesen Entwicklungen betroffen sind“, so Präsident Kaske. „Die Zukunft der Arbeit erfordert unsere Mitbestimmung!“

Arbeit&Wirtschaft 10|16

Die Zukunft der Arbeit

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