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Zwangsbeschaller 2009

In Allgemein, ÖGB Info, BR-Info, GPA Info, Info, Pressemitteilung on Sonntag, 20. Dezember 2009 at 12:44

Preisverleihung durch GPA-djp und Beschallungsfrei

Eine Filiale in der Wiener Mariahilferstraße von Tally Weijl ist „Zwangsbeschaller 2009“. Mit diesem wenig schmeichelhaften Titel haben die GPA-djp als Vertretung der Handelsangestellten und die gemeinsam von Linz09, ÖGB, GPA-djp und der Katholischen Kirche OÖ getragene Kampagne „Beschallungsfrei – Gegen Zwangsbeschallung“ das Geschäft in der Wiener Einkaufsmeile ausgezeichnet.


Schallpegelwerte zwischen 73 und 78 Dezibel
„Bei einem Testkauf haben wir hier Schallpegelwerte zwischen 73 Dezibel und über 78 Dezibel gemessen“, begründet GPA-djp-Vorsitzender Wolfgang Katzian die Entscheidung. Laut ArbeitnehmerInnenschutzgesetz muss ab 80 Dezibel vom Arbeitgeber ein Gehörschutz zur Verfügung gestellt werden.

Messungen in über 300 Geschäften
In Wien wurde die Lautstärke der Weihnachtsmusik in 49 Filialen gemessen, bundesweit waren es knapp mehr als 300 Geschäfte. Wolfgang Katzian und Beschallungsfrei-Sprecher Peter Androsch übergaben die Auszeichnung – ein von einem Nagel durchbohrtes Ohr – rechtzeitig vor dem letzten Einkaufssamstag des diesjährigen Advents am Freitag, dem 18. Dezember.

Hintergrundmusik ist gesundheitsschädlicher Stressfaktor
„In Zusammenarbeit mit der GPA-djp haben wir für den Zwangsbeschaller 2009 in allen österreichischen Landeshauptstädten stichprobenartig ermittelt. Die Negativauszeichnung soll bewusst machen, dass die Zwangsbeschallung von ArbeitnehmerInnen und KundInnen mit Hintergrundmusik nicht nur prinzipiell eine Zumutung und eine Verletzung unseres Menschenrechts auf körperliche Souveränität ist, sondern vor allem ein gesundheitsschädlicher Stressfaktor erster Güte.“ erklärt Peter Androsch.

Beschäftigte und Kundinnen betroffen
Vor allem in der Weihnachtszeit, wenn sich das Musikrepertoire in vielen Geschäften auf wenige populäre, permanent wiederholte Weihnachtslieder reduziert, wird die Hintergrundmusik für viele Beschäftigte zu einem psychischen Problem und auch für zahlreiche KundInnen zum Ärgernis.

63 % leiden unter Lärm am Arbeitsplatz
Katzian und Androsch betonen, dass das Vorgehen gegen Zwangsbeschallung auch in Zusammenhang mit dem jüngst präsentierten Arbeitsgesundheitsmonitor der Arbeiterkammer zu sehen ist: „63 Prozent der unselbstständig Beschäftigten leiden unter Lärm am Arbeitsplatz, 17 Prozent empfinden ihre akustische Arbeitsumgebung schwer belastend. Im Handel ist Zwangsbeschallung häufig eine Mitursache dafür.“
GPA-djp

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