Blog

Eckhard Cordes: Sanierer ohne Fortüne

In Info, METRO Geschichte, Pressemitteilung on Samstag, 25. April 2009 at 23:24

Wenn Eckhard Cordes seine Arbeit erledigt hat, bleiben meist nur die Filetstückchen übrig. Er gilt als knallharter Sanierer. Doch als Vorstandsvorsitzender des Familienkonzerns Haniel und des DAX-Konzerns Metro in Personalunion ist der 58-Jährige bislang mit seinen ehrgeizigen Zielen gescheitert. „Wachstumsraten, die deutlich über dem Markt liegen“, hatte Cordes den 600 Mitgliedern des Haniel-Clans versprochen, denen auch der Pharmagroßhandel Celesio gehört. Davon ist er weit entfernt.

Die Konsequenz: Nun suchen die Erben nach einem Nachfolger, der die Familienfinanzen ordnen soll. Bis zum 13. Mai soll er feststehen. Cordes, bislang über alle Kritik an der Doppelfunktion erhaben, gibt sich plötzlich kleinlaut. Der Posten als Metro-Chef sei „ohne Frage ein Fulltime-Job“, erkannte er im März.

Die Finanzkrise überfordert Cordes. Sie durchkreuzt seine Pläne für den Umbau des Haniel-Konzerns und die gleichzeitige Sanierung von Metro. Er wollte das traditionell breit aufgestellte Familienkonglomerat „zum internationalen Handels- und Dienstleistungskonzern“ machen, mit Metro als dessen Zentrum. Erst im August 2007 hatte Haniel auf Rat von Cordes den Anteil an Metro auf 34,2 Prozent fast verdoppelt und ihn als Chef durchgesetzt. 3,1 Milliarden investierte der Familienclan dafür. Doch seit Cordes an der Spitze des DAX-Konzerns steht, schmolz der Börsenwert zeitweise auf ein Viertel zusammen.

Zum Artikel:
finanzen.net

24.04.2009

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: