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Arbeiterkammer Geldspartipps

In AK Info, BR-Info, Info, LinkEmpfehlung on Dienstag, 02. Dezember 2008 at 16:33

Damit mehr im Börsel bleibt
Haushaltsbudget-Rechner Xpense von Derya AVCI, Susanne HOANG, Manuela JAGER und Thomas MACHT.

Wer Einnahmen und Ausgaben im privaten Haushaltsbudget plant, spart bares Geld. Denn die monatlichen Ausgaben für Konto, Kredit und Versicherungen sind keine fixen Größen. Die AK-Tipps zeigen Ihnen, wie Sie durch Vergleichen und geschicktes Verhandeln Geld sparen und Spesen-Fallen vermeiden können.

1. Tipps für mehr Geld auf einen Blick
Durchforsten Sie Ihr „Haushaltsbudget“ zu Jahresbeginn: Bringen Sie zunächst Ordnung in Ihre Finanzunterlagen!
Danach sollten Sie sich fragen: Wie viel Geld geben Sie Monat für Monat fix aus?
Wie viel bezahlen Sie für Miete, Gas und Strom, Heizung, Telefon, Kreditraten, Versicherungsprämien und Kfz-Ausgaben?
Der AKHaushaltsbudgetrechner sagt Ihnen, wie gut Sie Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben im Griff haben und wie Sie konkret Geld sparen können.

Zinsen am Girokonto überprüfen und verhandeln
Die Zinsen für Überziehungen sind zuletzt bei einigen Banken leicht angehoben worden.
Die Bandbreite der Zinsen für Überziehungen beträgt derzeit von 6,5 bis 13,25%. Eine permanente Kontoüberziehung ist teuer.
Ein Beispiel: Ein Kontoinhaber, der 12,75 Prozent Überziehungszinsen bezahlt und im Schnitt 2 Quartale mit 1500 Euro im Minus ist, bezahlt Sollzinsen in der Höhe von rund 96 Euro pro Jahr. Verhandeln kann sich lohnen:
Vereinbaren Sie einen Zinssatz von 9 Prozent – die Sollzinsen sinken auf 68 Euro.
Überprüfen Sie die Zinsen für Guthaben am Girokonto. Die Bandbreite der Zinsen ist ebenfalls beträchtlich:
Von 0,1% bis 1,75%. Manche Banken machen die Höhe des Zinssatzes von der Einlagenhöhe abhängig.
Ein Beispiel: So bietet die Volksbank Wien (City Konto) ab einer Einlage von 1000 Euro Guthabenszinsen von 1,5%.

Tipps rund um Sparbuchzinsen
Lassen Sie die Zinsen fürs abgelaufene Jahr nachtragen und prüfen Sie die Höhe der Zinssätze bei Ihren variabel verzinsten Sparbüchern.
Wer für den „Notgroschen“ Geld zur Seite legt, sollte Zinsen für Sparbücher mit täglicher Fälligkeit unbedingt miteinander vergleichen: Von 0,125 bis 3,5%.
Bei Kapitalsparbüchern (mit Fixzins) gibt es eine Bandbreite von 3,2 bis 4% (Laufzeit 1 Jahr).
Für laufendes Ansparen (pro Monat oder pro Quartal) sind Prämiensparbücher geeignet, die – bei einer Bindung auf 2 Jahre – von 2,125 bis 3% verzinst sind.
Direktbanken bieten im Schnitt höhere Sparzinsen, aber bei Sparkonten können auch Spesen anfallen (Kontoführungsgebühr, Transaktions- und Schließungsspesen).
Bausparen ist wieder attraktiver geworden. Denn zum einen sind die Bausparzinsen gestiegen; zum anderen ist die staatliche Prämie für das Jahr 2007 von 3 auf 3,5% (maximal 35 Euro) angehoben worden. Tipp: Nicht nur auf den fixen Einstiegszinssatz (auf 1 Jahr!) achten, sondern auf die Höhe der variablen Zinsen nach der Fixzinsperiode!

Zinsen und Spesen beim Privatkredit verhandeln
Bei einem Autokauf über einen Privatkredit kann viel Bares gespart werden. Die Nominalzinsen betragen zwischen 4,9 und 7,5%, die Bearbeitungsgebühr zwischen 0 und 2,5%. Bei einem Kredit über
20.000 Euro (5 Jahre Laufzeit) beläuft sich die Differenz in den Gesamtkosten zwischen günstigstem und teuerstem Angebot auf 2100 Euro. Tipp: Bei steigendem Zinsniveau sind Fixzinsen (auf 1 Jahr) überlegenswert.

Bei Kfz-Leasingverträgen kann ebenfalls viel Geld gespart werden
Ein AK-Test aus dem Herbst 2006 zeigte, dass bei einem Mittelklassewagen um 27.240 Euro (Anschaffungspreis) die Gesamtbelastung zwischen 29.761,60 und 31.195 Euro betrug.
Fazit: Die Unterschiede in Gesamtkosten von Zinsen und Spesen (gerechnet auf 5 Jahre Laufzeit) zwischen günstigstem und teuerstem Angebot können somit 1433,4 Euro ausmachen.
Tipp: Zinssatz und Bearbeitungsgebühr sind (wie beim Kredit) verhandelbar.

Viel Geld sparen beim Wohnkredit
Häuselbauer, die Angebote vergleichen und hartnäckig verhandeln, sparen ein kleines Vermögen bei Hypothekarkrediten (Euro): So ergab der AK-Wohnkredittest bei einem Kreditbetrag von 73.000 Euro (20 Jahre Laufzeit) einen Differenzbetrag von rund 13.000 Euro zwischen günstigstem und teuersten Offert.

Vorsicht bei Fremdwährungskrediten
Wenn Sie sich die gewünschte Summe mit einem Eurokredit (Bankkredit oder Bauspardarlehen) nicht leisten können, sollten Sie keinesfalls das Risiko eines Fremdwährungskredites eingehen. Achten Sie auch auf die Spesen: Sie sind höher als bei einem Euro-Kredit!

Prämie bei Versicherungen sparen
Checken Sie die Laufzeiten, Versicherungssummen und Kündigungsfristen in Ihren Polizzen. Eventuell laufen Versicherungsverträge aus. Bei Neuabschlüssen kann viel Geld gespart werden. Zum Beispiel zeigten sich bei einem AK-Test (2006) über Krankenzusatzversicherungen beträchtliche Prämiendifferenzen: Beim Krankenhauskostentarif (Sonderklasse Mehrbettzimmer) betrug die Prämie für einen 28-jährigen Mann 67,25 Euro pro Monat, die teuerste Prämie 84,62 Euro. Für eine gleichaltrige Frau betrug die erhobene monatliche Prämie zwischen 91,13 und 115,34 Euro.

2. Teure Spesen-Fallen rund um Konto, Kredit und Sparen

  • Zinsfalle am Girokonto: Überziehungen über den Kontorahmen kosten zusätzlich 5% Strafzinsen.
  • Sparbuch: Vorzeitige Behebungen bei Sparbüchern mit vereinbarter Bindungsfrist (gebundene Sparbücher) kosten 1 Promille pro Monat der nicht eingehaltenen Bindungsdauer.
  • Bausparen: Vorzeitige Auflösungen des Bausparvertrages sind teuer: Die staatliche Prämie wird rückgerechnet, der Verwaltungskostenbeitrag wird fällig und der Zinssatz nachträglich reduziert.
  • Privatkredit: Auf die Höhe von Kreditrestschuldversicherungen achten – teure Prämien werden zu Spesen-Fallen!
  • Kfz-Leasingverträge: Vollkaskoversicherungen sind bei Abschluss eines Leasingvertrages obligatorisch. Nicht erstbeste Versicherung beim Händler abschließen, sondern Vergleich durchführen!
  • Wohnkredit: Über Zinssatz verhandeln ist wichtig – aber die Nebenkosten für Bearbeitung, Grundbucheintragung, Schätzung der Immobilie etc. sind keinesfalls außer Acht zu lassen. Fixzins-Falle: Privatkredite mit günstigen Fixzinsen (zum Beispiel auf 1 Jahr) können zur Zinsfalle werden, wenn der variable Zinssatz nach Auslaufen der Fixzinsperiode in die Höhe springt – das kann passieren, wenn der so genannte Aufschlag (zwischen 2 und 3%) beim variablen Zins vor Vertragsabschluss nicht verhandelt wurde.

3. AK-Preisvergleichsrechner auf einen Blick

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