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Das böse Z-Wort

In Info, METRO Geschichte, Pressemitteilung on Donnerstag, 20. März 2008 at 0:00

Seitdem Haniel im August faktisch die Kontrolle über Deutschlands größten Handelskonzern übernommen und den eigenen Firmenchef an die Spitze des Dax-Konzerns bugsiert hat, sei sogar von einer „Zerschlagung“ die Rede, empörte er sich. Das jedoch, belehrte Cordes seine Zuhörer am Morgen in der Düsseldorfer Konzernzentrale, werde selbst dann nicht geschehen, wenn es zum „worst case“ käme.

Überzeugt hat Cordes damit bei seinem ersten offiziellen Medienauftritt als Metro-Chef nicht. Das böse Z-Wort, so blieb der Eindruck, ist für den neuen Spitzenmann in Düsseldorf nur eine Frage der Semantik. Denn der mittelfristige Fahrplan, den Cordes gestern präsentierte, lässt kaum Zweifel daran: Faktisch hat der ehemalige Mercedes-Lenker für die Metro längst Weichen gestellt, die – im schlechtesten Fall wohlgemerkt – ohne Umwege exakt auf die Zerschlagung hinauslaufen.

Nicht weniger als drei der vier Konzernsäulen nämlich stellt Cordes, wie er gestern erstmals offiziell bestätigte, zur Disposition. Den Kaufhof will er loswerden, weil er „deutlich weniger internationalisiert“ sei als das übrige Geschäft, dem Konzern nicht mehr als Wachstumstreiber diene und nur begrenzte Synergien mit anderen Geschäftsbereichen besitze. Zudem stehe die Warenhauskette für ein vergleichsweise geringes Geschäft.

Von Christoph Schlautmann
WirtschaftsWoche
19.03.2008

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